Ausbilder Eignungsverordnung – AEVO

Informationen und Details zum Beruf / zur Ausbildung

Im August 2009 trat eine neue Ausbilder Eignungsverordnung in Kraft. Diese besagt, dass ein Nachweis der beruflichen und pädagogischen Eignung des angehenden Ausbilders erbracht werden muss. Diese Verordnung ist bindend für alle Ausbildungsbetriebe. Ausgenommen sind hiervon die sogenannten Freien Berufe, zu denen unter anderem Steuerberater und Juristen zählen. Die Ausbilder Eignungsverordnung versteht eine berufliche Ausbildung als mehr als die reine Wissensvermittlung. Vielmehr geht es hier um eine ganzheitliche Vorbereitung der Auszubildenden auf das spätere Berufsleben.

Als Ausbilder innerhalb von Betrieben sind diejenigen Personen gemeint, die mit der Ausbildung beauftragt wurden. Dem Berufsbildungsgesetz nach muss diese Person zur Ausbildung fachlich und persönlich geeignet sein und diese Eignungen entsprechend nachweisen können. Eine fachliche Ausbildungseignung beinhaltet sämtliche für den jeweiligen Beruf spezifischen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse.

Nicht zuletzt die gestiegenen Anforderungen im beruflichen Kontext hatten eine Überarbeitung der Ausbilder Eignungsverordnung von 2003 erforderlich gemacht. Geht es um die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte, muss die Sicherung der Güte der jeweiligen Ausbildung gewährleistet sein, was in der Ausbilder Eignungsverordnung geregelt ist.

Bestandteile der Ausbilder Eignungsverordnung, die im Rahmen einer Prüfung nachgewiesen werden, sind unter anderem die Prüfung der Ausbildungsvoraussetzungen und die Planung und Durchführung der Ausbildungsinhalte. Ferner geht es um personalrelevante Fragestellungen, die Durchführung der Ausbildung sowie deren erfolgreicher Abschluss für den Auszubildenden und den Betrieb. Der Nachweis dieser Fähigkeiten resultiert in der Ausstellung der Eignung. Dies ist eine der Voraussetzungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind für eine Ausbildung.

Zusätzlich neben der Eignung der Ausbilder muss eine Eignung des Ausbildungsbetriebs nachgewiesen sein. Die Ausbilder Eignungsverordnung regelt sowohl die Inhalte, als auch alle erforderlichen Nachweise über die Eignung einer Person als Ausbilder/ Ausbilderin. Diese Verordnung ist geltend für Betriebe der Landwirtschaft und Hauswirtschaft, für den öffentlichen Dienst und in Gewerbeunternehmen. Hiervon ausgenommen sind die freien Berufe wie Juristen und Steuerberater.

Berufspädagogische Kenntnisse, die gemäß Ausbilder Eignungsverordnung nachgewiesen werden müssen, umfassen unter anderem auch das Wissen um geltende Vorschriften aus dem BBiG. Die jeweils zuständige Kammer ist mit der Überprüfung und Überwachung der Eignungen von Ausbilder und Ausbildungsbetrieb bedacht. Vielfach gilt die Ausbildereignung neben der Sicherstellung der Ausbildung eines qualifizierten Nachwuchses als ein zusätzliches Qualifikationsmerkmal des Ausbilders.

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