Ausbildereignungsprüfung IHK – AEVO

Die Ausbildereignungsprüfung IHK entspricht dem Nachweis der pädagogischen Eignung zum Ausbilder. Diese Ausbilderberechtigung allein reicht jedoch nicht aus, um als Ausbilder tätig zu sein. Eine Ausbildungsberechtigung erfordert neben dem Nachweis der pädagogischen Eignung weitere Voraussetzungen. Dies ist im Berufsausbildungsgesetz (BBiG) geregelt. Wer als Ausbilder im Betrieb tätig sein möchte, muss die berufsspezifischen beruflichen Kompetenzen erbringen können und zusätzlich über die persönliche Eignung zum Ausbilder verfügen.

Eine persönliche Eignung zum Ausbilder/ zur Ausbilderin kann versagt werden, wenn in der Vergangenheit gegen das BBiG und dessen Vorschriften verstoßen wurde, eine Verurteilung wegen einer Straftat mit einhergehender zweijähriger Haftstrafe stattgefunden hat, gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen wurde oder weitere verurteilte Straftaten gegen Kinder und Jugendliche stattgefunden haben. In diesen Fällen gilt eine Verjährungsfrist von fünf Jahren.

Grundlage der Ausbildereignungsprüfung IHK ist das Berufsbildungsgesetz, die Prüfungsordnung für die Durchführung von AEVO-Prüfungen und die Ausbilder-Eignungsverordnung. Zusätzlich muss der Betrieb, in dem ausgebildet werden soll, als Ausbildungsbetrieb geeignet sein. Dies prüfen die jeweils zuständigen Stellen von Industrie- und Handelskammer (IHK) und allen weiteren Kammern, wie Ärztekammern, Rechtsanwaltskammern und Handwerkskammern. Die IHK prüft angehende Ausbilder in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen.

Am Ende der Ausbildereignungsprüfung IHK sind Prüfungsteilnehmer in der Lage, ihre Fähigkeiten in der Organisation, Durchführung und Kontrolle einer Ausbildung entsprechend aufzuzeigen. Grundsätzlich bestehen keine Voraussetzungen zur Ausbildereignungsprüfung IHK. Theoretisch kann also auch eine Person, die die Berufsausbildung noch nicht abgeschlossen hat, an der Prüfung teilnehmen und diese erfolgreich bestehen. Um eine Ausbildungsberechtigung zu erhalten, ist der Abschluss der Berufsausbildung dann allerdings erforderlich.

Je nach örtlicher IHK gibt es verschiedene Prüfungstermine zur Ausbildereignungsprüfung. Die Prüfung ist nach verschiedenen Fächern gegliedert und beinhaltet die Prüfung der Ausbildungsvoraussetzungen, die Planung der Ausbildung, deren Vorbereitung, die Personaleinstellung, Durchführung und den Abschluss der Ausbildung.

Die Ausbildereignungsprüfung IHK ist in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert. Die schriftliche Prüfung umfasst je nach Prüfungsstelle Multiple-Choice-Fragen, die am Computer oder noch in einem Prüfungsbogen beantwortet werden. Eine zentrale Probeprüfung wird von der DIHK angeboten.

Im praktischen Prüfungsteil an der IHK werden für die Ausbildung typische Themen behandelt und präsentiert oder nachgespielt. Im Anschluss daran findet ein fachspezifisches Gespräch statt. Vielfach ist ein im Vorfeld ausgearbeitetes Konzept Bestandteil des praktischen Prüfungsteils.

Die Ausbildereignungsprüfung IHK ist dann bestanden, wenn beide Prüfungsbestandteile mit mindestens ausreichend absolviert wurden. Wird die IHK Prüfung nicht bestanden, kann diese bis zu zwei Mal wiederholt werden. Spezifische Voraussetzungen können bei der jeweils zuständigen Kammer erfragt werden.

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