Ausbildereignungsschein – AEVO

Ausbildereignungsschein

Informationen und Details zum Ausbildereignungsschein

Wer in Deutschland in einem Betrieb ausbilden möchte, benötigt einen Ausbildereignungsschein. Gleichzeitig gilt für Unternehmen und Betriebe, die dual ausbilden möchten, dass dort ein Ausbilder mit entsprechender Berechtigung angestellt sein muss. Diesen erlangt man, indem man seine fachliche Qualifikation und Eignung als Ausbilder im Rahmen einer Ausbildung für Ausbilder (AdA) nachweist.

Wozu dient der Ausbildereignungsschein?

  • Die erfolgreich abgeschlossene Prüfung an der zuständigen Kammer führt zur Ausbildungsbefähigung, dem Ausbildereignungsschein.
  • Tatsächlich ausbildungsberechtigt ist in Deutschland, wer neben dem Eignungsschein eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung oder ein entsprechendes Studium nachweisen kann.
  • Ausbilder darf sich in Deutschland nennen, wer die Ausbildungsbefähigung und zusätzlich die Ausbildungsberechtigung hat.

Um später tatsächlich auszubilden, ist ein Ausbildungsabschluss notwendig. Wenn Sie diesen jedoch nicht vorweisen können, aber mehrere Jahre erfolgreich in dem Beruf gearbeitet haben, wird dies auch anerkannt. Als Ausbilder ist man innerhalb des Unternehmens mit der Planung und Qualitätssicherung der Ausbildung betraut. Für die Auszubildenden ist diese Person Ansprechpartner und pädagogische Lehrkraft und kompetent in allen rechtlichen, organisatorischen und – natürlich – in Fachfragen. Verantwortlich für die Ausbildung an sich ist der Ausbildende, der seine fachlichen Aufgaben oft an einen Ausbilder weitergibt, der sich wiederum Hilfe bei den Ausbildungsbeauftragten holt. Einzig der Ausbilder braucht einen Ausbildereigungsschein.

Wie erlangt man den Ausbildereignungsschein?

Die Verordnung der Ausbildereignung wurde im Jahr 2009 reformiert. So sind heute neben der fachlichen Qualifikation und der persönlichen Eignung zunächst keine weiteren Voraussetzungen erforderlich, um sich zur Prüfung für den Ausbildereignungsschein anmelden zu können und diesen zu erlangen.

Wer zur Vorbereitung der IHK Prüfung auf den Ausbildereignungsschein ein Seminar besucht, wird sein Wissen über alle ausbildungsrelevanten Ausbildungsinhalte vertiefen. Seminarschwerpunkte sind die Prüfung der Ausbildungsvoraussetzungen und Planung einer Ausbildung, die Vorbereitung sowie die Durchführung und der Abschluss der Ausbildung. Alle Seminare, die auf die Eignungsprüfung vorbereiten, müssen den Richtlinien der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) entsprechen.

Während der Prüfung zum Erlangen des Ausbildereignungsscheins müssen ein theoretischer und eine praktischer Teil erfolgreich bestanden werden. Je nach prüfender Kammer müssen im Theorieteil am Computer Multiple-Choice- oder offene Fragen beantwortet werden. Auch Kombinationen aus beiden sind möglich. Überwigend wird die Prüfung zur Zeit anhand eines Aufgabenheftes und eines Antwortenblattes durchgeführt. Im Praxisteil geht es um die Durchführung einer für die Ausbildung typischen Situation in Form einer Präsentation oder einer  praktischen Durchführung. Anschließend daran findet ein Fachgespräch statt, in dem das Unterrichtskonzept und die Präsentation bzw. die praktische Unterweisung mit den Prüfern der Kammer thematisiert wird.

Mit einem von der Industrie- und Handelskammer ausgestellten Zertifikat gemäß AdA kann die Ausbildungsbefähigung nachgewiesen werden. Es bezeugt die pädagogische Eignung zum Ausbilder. Entsprechend dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) ist daneben auch die persönliche Eignung für diese Tätigkeit nachzuweisen. Für die Überprüfung der Eignung des Ausbildungsbetriebs und des Ausbilders ist die jeweilige Kammer zuständig. Dies betrifft alle gewerblichen, kaufmännischen und technischen Berufe.

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