Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen!

Auszubildende Ausbildung/ Bankkauffrau

Auszubildende beim Beginn der Ausbildung/ Bankkauffrau

Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen! Zusammen mit meiner Kollegin Frau Keller von anwaltrecht.com beleuchten wir die Pflichten und Rechte der Auszubildenden aus dem Ausbildungsvertrag.

Die Hauptpflicht des Auszubildenden ist die Lernpflicht, was in der Praxis aktive Mitwirkung bedeutet. Kommt er dieser nach ist es schwierig ihn wegen Schlechtleistung zu belangen, da die Leistungspflicht nachgelagert ist.

Paragraf 13 BBiG nennt weitere Pflichten, so unter anderen die sorgfältige Ausführung von ihm übertragenen Aufgaben, die Befolgung von Weisungen, die ihm im Rahmen der Ausbildung übertragen werden sowie den pfleglichen Umgang mit Werkzeugen und Maschinen. Auch die Pflicht zum Führen des Ausblidungsnachweises zählt dazu. Bei allen ab Oktober 2017 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen gibt es die Möglichkeit das Berichtsheft auch digital zu führen. Die genauen Hinweise gibt Ihnen ihre IHK oder HWK.

Für bestimmte Bevölkerungsgruppen wurden spezielle Schutzgesetze geschaffen, dazu zählen auch die Auszubildenden. Hier finden Sie folgenden Beitrag meiner Kollegin Frau Keller.

Für Azubis gilt strenges Arbeitsrecht

Azubis haben viele Pflichten. Sie müssen sich beim Lernen bemühen, den Anweisungen ihrer Lehrer und Ausbilder folgen und die Regeln im Ausbildungsbetrieb beachten. Aber sie haben auch Rechte. Die sollte jeder Azubi kennen.

Regeln für die Arbeitszeit

Wie lange Azubis arbeiten müssen, hängt davon ab, ob sie bereits volljährig oder noch minderjährig sind. Darauf weist das Arbeitsrechtsportal www.anwaltarbeitsrecht.com hin. Demnach legt das Arbeitsrecht fest, dass Azubis über 18 Jahre nicht länger als acht Stunden am Tag bzw. 48 Stunden in der Woche arbeiten dürfen. Eine Sechs-Tage-Arbeitswoche ist also erlaubt, die eine Samstagsarbeit einschließt. Es dürfen im Ausnahmefall auch zehn Stunden täglich gearbeitet werden. Das darf aber über sechs Monate gerechnet nicht mehr als im Durchschnitt acht Stunden am Tag ergeben.

Pausen müssen nach sechs Stunden spätestens genommen werden, mindestens aber 15 Minuten sollten es am Stück sein, eine halbe Stunde am Tag darf nicht unterschritten werden. Ab neun Stunden Arbeit sollten es sogar insgesamt mindestens 45 Minuten sein. Zwischen einzelnen Schichten muss eine Auszeit von mindestens elf Stunden liegen, auch wenn Spät- und Frühschicht aufeinanderfolgen. Recht auf einen zusätzlichen freien Tag gibt es, wenn am Sonntag oder einem Feiertag gearbeitet wird.

Schutz für Minderjährige

Sind Azubis noch minderjährig, sollte ein Anwalt den Ausbildungsvertrag prüfen. Nicht volljährige Azubis dürfen nämlich maximal acht Stunden pro Tag arbeiten, im Einzelfall sind bis zu achteinhalb Stunden erlaubt. Die Wochenarbeitszeit darf nicht über 40 Stunden liegen. Sie haben ein Recht darauf, dass die Arbeit am Samstag und am Sonntag ruht. Ist das nicht möglich, muss in der gleichen Woche ein freier Tag als Ausgleich gegeben werden. Auch in der Nacht darf zwischen 20 Uhr und 6 Uhr nur ausnahmsweise gearbeitet werden.

Sind viereinhalb Stunden Arbeit vergangen, haben die Azubis ein Recht auf eine halbe Stunde Pause. Wird mehr als sechs Stunden am Tag gearbeitet, muss die Pause eine Stunde lang sein.

Welche Erwartungen haben Auszubildende an Ihre Ausbilder? Lesen Sie auch folgende Informationen zu diesem interessanten Thema!


											
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