Der „gute Ausbilder“: Welche Eigenschaften zeichnen ihn aus?

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Köche Ausbilder und Azubi

Ein guter Ausbilder fördert und fordert gleichzeitig. Er verfügt über eine hohe Empathie, ist offen und ehrlich. Er kommuniziert klar und deutlich, wie Aufgaben zu bearbeiten sind. Er ist bei Problemen ansprechbar und kritisiert konstruktiv. Er hat eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit und lebt Willen zum Erfolg aktiv vor; er hat eine Vorbildfunktion für den Auszubildenden.

Er ist für den Auszubildenden der wichtigste Ansprechpartner und schafft mit seinem Handeln eine entscheidende Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Somit wird der Ausbilder zu einem wichtigen Baustein, um die Ausbildung zu einem Erfolg werden zu lassen.

Betrachtet man die Gründe die Auszubildende für eine Auflösung ihres Ausbildungsvertrages noch im ersten Ausbildungsjahr angeben, sagen fast 60 Prozent*: sie haben Ärger mit dem Ausbilder. Da etwa ein Viertel aller geschlossenen Ausbildungsverträge bereits im ersten Jahr der Ausbildung beendet werden, handelt es sich nicht um einen Einzelfall. Dahinter stehen also viele Ausbilder, viele Auszubildende und ein hoher wirtschaftlicher Schaden für die Unternehmen, wenn ein Ausbildungsvertrag vorzeitig beendet wird. Es zeigt auch deutlich, eine erfolgreiche Ausbildung benötigt einen „guten Ausbilder“ mit den richtigen Eigenschaften.

Aber was sind die „richtigen“ Eigenschaften für einen guten Ausbilder? Was sagt der Gesetzgeber?

Das Berufsbildungsgesetz (BBIG) sagt: Die Berufsausbildung im dualen System darf nach § 20 nur von Personen durchgeführt werden, die „persönlich und fachlich geeignet“ sind.

Persönliche Eignung

Persönlich nicht geeignet ist insbesondere:

  • wer Kinder oder Jugendliche nicht beschäftigen darf oder
  • wiederholt oder schwer gegen das Berufsbildungsgesetz oder
  • die auf seiner Grundlage erlassenen Bestimmungen verstoßen hat.

Die persönliche Eignung kann aberkannt werden, wenn persönliche Mängel erkennbar sind. Die liegen zum Beispiel vor, wenn ein Ausbilder rechtsradikales Gedankengut verbreitet.

Fachliche Eignung

Die fachliche Eignung setzt sich zusammen aus der beruflichen Eignung sowie der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung.

Berufliche Eignung:

Beruflich geeignet sind Personen, die ausreichend berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, um die verschiedenen Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Als Nachweis gilt ein Berufsabschluss oder auch mehrjährige Berufs­erfahrung im vorgesehenen Ausbildungsberuf.

Berufs- und arbeitspädagogische Eignung (Ausbilderschein):

Die pädagogische Eignung weisen Ausbilder mit der bestandenen Prüfung nach. Diese Nachweise werden regional unterschiedlich benannt: entweder als Ausbildung der Ausbilder (AdA) oder als Ausbildung nach der Ausbildereignungsverordnung (AEVO). Die AEVO und die AdA sind ebenfalls Bestandteil der Meisterprüfung.

Dieses Wissen erhalten Ihre künftigen Ausbilder in meinen Vorbereitungstrainings; bei aevo training, Detlef Boßlet. Ein „guter Ausbilder“ benötigt neben seiner persönlichen Eignung unbedingt die fachlichen Eigenschaften. Hier bin ich sehr gern Ihr kompetenter Ansprechpartner.

*http://www.good-practice.de/infoangebote_beitrag793.php

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