Der schriftliche Teil
Der schriftliche Teil umfasst rund 70 bis 80 Aufgaben, überwiegend Multiple Choice mit einigen offenen Fragen, verteilt über die vier Handlungsfelder. Die Aufgaben sind meist in einen kurzen Fallbezug eingebettet, du wendest die Theorie also auf eine betriebliche Situation an. Für diesen Teil hast du in der Regel rund drei Stunden Zeit, und zum Bestehen brauchst du normalerweise mindestens die Hälfte der Punkte.
Das ist der planbarste Teil der ganzen Prüfung. Wer regelmäßig übt und seine Schwächen nach Handlungsfeldern gezielt nacharbeitet, bekommt ihn gut in den Griff.
So bereitest du dich vor: Mach Prüfungssimulationen mit der vollen Fragenzahl und schau dir die Auswertung nach Handlungsfeldern an. Den ausführlichen Ablauf liest du im Ratgeber zur schriftlichen Prüfung.
Der praktische Teil
Im praktischen Teil zeigst du, dass du eine Ausbildungssituation gestalten kannst. Du hast die Wahl zwischen zwei Formaten: einer praktischen Unterweisung, bei der du eine abgegrenzte Tätigkeit vorführst und anleitest, oder einer Präsentation, in der du erklärst, wie du eine Ausbildungssituation gestalten würdest. Beide sind gleichwertig.
Im Anschluss folgt das Fachgespräch, in dem der Prüfungsausschuss deine didaktischen Entscheidungen hinterfragt. Das ist kein Verhör, sondern deine Chance, deine durchdachte Planung zu zeigen. Wer seine eigene Unterweisung begründen kann, kommt hier gut durch.
So bereitest du dich vor: Wähle dein Thema klein und konkret und übe die Unterweisung vorher mehrfach laut. Mehr dazu im Ratgeber zur praktischen Prüfung und bei den Themen für die Unterweisung.
Was die meisten unterschätzen
Wer durchfällt, scheitert deutlich häufiger am praktischen als am schriftlichen Teil. Und fast nie an mangelndem Wissen, sondern an einem zu großen Thema, fehlender Struktur oder Nervosität, weil vorher nie laut geübt wurde. Genau diese Punkte kannst du im Vorfeld in den Griff bekommen.